Ondrej Dudak Werdegang

Ich widme mich der realistischen Malerei von Architektur, eingebettet in die Landschaft. Mich interessiert der Ort, an dem die Natur auf die Spuren des Menschen trifft – zum Beispiel in einer Allee. Die Allee ist für mich ein perfektes Symbol: vom Menschen gepflanzt und doch auf natürliche Weise mit der Landschaft verbunden. Es ist ein Weg, der fast immer irgendwohin führt – nach Hause, zur Kapelle, zu einer Gedenkstätte. Es ist nicht nur ein Raum. Es ist eine Beziehung.

Ich male genau diese Beziehung zwischen menschlichem Werk und Natur. Ob ich nun in einer Allee, unter einer Burg, an einem Teich oder am Rande einer Stadt stehe, ich suche nach der Harmonie, die entsteht, wenn diese beiden Welten miteinander verschmelzen. Ich lasse die Architektur Wurzeln schlagen und die Natur um sie herum wachsen.

Ich arbeite hauptsächlich mit Öl, aber auch mit Acryl oder Aquarell. Das Malen ist für mich eine Möglichkeit, auch nach meiner Rückkehr nach Hause noch an diesem Ort präsent zu sein – und durch das Bild weiter zu sprechen.

Ich war tatsächlich an den Orten, die ich festhalte. Ihre Atmosphäre, ihre Geschichte, ihr Licht und die Spuren der Zeit haben mich fasziniert. Ich möchte, dass meine Bilder durch ihre freundliche Atmosphäre, ihre Ruhe und ihre Tiefe – sowohl visuell als auch innerlich – ansprechen. Denn in jeder Landschaft steckt immer mehr als das, was man sieht.

Meine Reise begann 2008 in der National Gallery in London. Dort sah ich zum ersten Mal die Bilder von John Constable – The Hay Wain und Salisbury Cathedral from the Meadows – sowie The Fighting Temeraire von J. M. W. Turner, das mich mit seiner starken Geschichte und Symbolik beeindruckte. Die Bilder beeindruckten mich so sehr, dass ich mir vor Ort ein Buch über Constable kaufte – mit dem stillen Vorsatz, nicht nur das Malen zu lernen, sondern auch Englisch, um es eines Tages lesen zu können.

Ich begann mein Studium im Atelier für realistische Malerei Studio KMM in Prag, dann auch am Leeds College of Art in Nordengland und lernte von mehreren tschechischen und ausländischen Malern. Schließlich lernte ich in England Englisch – und las das Buch tatsächlich.

Seit 2020 stelle ich regelmäßig aus und leite Kunstkurse – seit 2024 in meinem eigenen Atelier in Kladno. Und seit 2025 biete ich auch limitierte Kunstdrucke meiner Bilder an.